Ein Schlagmuster ist die Reihenfolge, in der du die Saiten nach unten (↓) und nach oben (↑) anschlägst. Es macht aus einem einzelnen Akkord schon ein kleines Musikstück. Bei der Ukulele schlägst du meist mit dem Zeigefinger oder Daumen, bei der Gitarre mit dem Daumen, dem Zeigefinger oder einem Plektrum.
Das Geheimnis: Die Hand bleibt in Bewegung
Deine Schlaghand bewegt sich gleichmäßig auf und ab wie ein Pendel: nach unten auf die Zahlen (1, 2, 3, 4), nach oben auf das „und“ dazwischen. Für ein Muster triffst du die Saiten nur manchmal – die Hand schwingt aber immer weiter. So bleibst du ganz automatisch im Takt.
Vier Muster zum Loslegen
- ↓ ↓ ↓ ↓ – vier Abschläge pro Takt. Damit kannst du schon jedes Lied im 4/4-Takt begleiten.
- ↓ ↓↑ ↓ ↓↑ – gezählt „1, 2 und, 3, 4 und“. Klingt schon richtig lebendig.
- ↓ ↓↑ ↑↓↑ – der beliebte Insel- oder Calypso-Rhythmus: „1, 2 und, und 4 und“. Auf der 3 schwingt die Hand nach unten, ohne die Saiten zu berühren.
- ↓ ↓↑ ↓↑ – für den 3/4-Takt: „1, 2 und, 3 und“. Passt zu Walzerliedern wie Clementine.
So übst du ein Muster
- Sprich das Muster laut: „runter, runter-rauf, rauf-runter-rauf“.
- Abschläge etwas kräftiger, Aufschläge leichter – oft triffst du nach oben nur die hohen Saiten. Das ist völlig in Ordnung.
- Erst langsam mit Metronom, dann schneller. Wenn du einen Akkordwechsel dazunimmst, bleibt die Schlaghand einfach in Bewegung.
Das Rhythmus-Werkzeug zeigt dir die Pfeile im Takt an und spielt auf Wunsch einen Akkord mit. Ein Schlagmuster ist kein Gesetz: Wenn dir ein Lied mit einfachen Abschlägen besser gefällt, spiel es so. Mehr über das Zählen erfährst du in Takt und Taktarten.
Rhythmus üben