Beim Zupfen schlägst du die Saiten nicht alle zusammen an, sondern einzeln nacheinander. Das klingt ruhig und ein bisschen wie eine Harfe – perfekt für langsame Lieder und Schlaflieder. Die linke Hand greift dabei ganz normale Akkorde.
Ein Finger für jede Saite
- Daumen → G-Saite
- Zeigefinger → C-Saite
- Mittelfinger → E-Saite
- Ringfinger → A-Saite
So muss deine Hand kaum wandern. Der Daumen zupft nach unten, die anderen Finger ziehen die Saite leicht nach oben in die Handfläche. Die Hand schwebt locker über den Saiten, ungefähr dort, wo Hals und Korpus sich treffen.
Drei Zupfmuster zum Start
- Die Harfe (4/4): G – C – E – A, also Daumen, Zeige-, Mittel-, Ringfinger. Wegen des hohen G klingt das wie eine kleine Glockenmelodie.
- Hin und zurück (4/4): C – E – A – E. Gleichmäßig in Achteln gezählt: „1 und 2 und …“. Passt gut zu Twinkle, Twinkle, Little Star.
- Walzer (3/4): Erst der Daumen auf der C-Saite, dann zweimal Mittel- und Ringfinger gemeinsam auf E und A: „Bum – tschick – tschick“. Ideal für Oh My Darling, Clementine.
Zupfmuster werden oft als Tabulatur aufgeschrieben. Wie du sie liest, erfährst du bei Tabulatur lesen. Was 4/4 und 3/4 bedeuten, erklärt Takt und Taktarten.
Typische Stolpersteine
- Die Hand hüpft mit jedem Ton hoch. Lass sie ruhig an ihrem Platz, nur die Finger bewegen sich.
- Die Finger zupfen zu kräftig, die Saite schlägt gegen die Bünde. Ein sanftes Ziehen reicht.
- Beim Akkordwechsel stoppt das Muster. Übe den Wechsel zuerst allein, ohne Zupfen.